Du willst Freunde und Familie an deinen Abenteuern beim Wandern und Trekking teilhaben lassen? Die Magie eines Augenblicks verewigen?  Dann kommst Du ums Fotografieren nicht herum! In diesem Beitrag stelle ich zunächst die verschiedenen Kameratypen gegenüber. Danach zeige ich Dir, was meiner Meinung nach unbedingt zu einer ultimativen Fotoausrüstung beim Trekking dazugehört!

 

Teil 1 – Kameratypen im Direkten VERGLEICH

Bridgekameras

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Bridgekameras schlagen eine Brücke zwischen Kompakt- und Spiegelreflexkameras. Die neueren Modelle überzeugen mit einem sehr großen Zoombereich (24-600mm, fest eingebautes Objektiv) und ihrer relativ hohen Lichtstärke. Diese Eigenschaften gepaart mit den vielen Einstellungsmöglichkeiten machen diesen Kameratyp zum guten Allrounder. Selbst das Aufnehmen von HD-Videos ist mit diesen Kameras bei den meisten Modellen möglich.

Der Bildsensor ist im Vergleich zu Spiegelreflexkameras jedoch relativ klein, so dass eine gewisse Bildunschärfe in Kauf genommen werden muss. Auch die Blendenskala ist nach oben nicht so groß, wie die der Spiegelreflexkameras.

 

Fazit zu Den Bridgekameras:

Ein toller Allrounder* mit dem sich kalenderreife Fotos machen lassen. Natürlich kann eine Spiegelreflexkamera bei richtiger Benutzung noch eine Schippe drauflegen, doch dafür ist eine Bridgecam deutlich handlicher. Das Gewicht der „Brückenkameras“ ist geringer, die Bauweise kompakter und man muss nur das integrierte Objektiv nutzen, wodurch lästige Objektivwechsel beim Trekking entfallen.

Meine Empfehlung:  Die günstige Panasonic LUMIX DMC-FZ72EG-K für 283,99 auf Amazon!

 

 

Kompaktkameras

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Dieser Kamera-Typ zeichnet sich durch seine kompakte Bauweise aus. Diese Kameras sind meist klein und leicht. Die Bedienung ist sehr einfach gehalten, wodurch viele Möglichkeiten verschenkt werden. Dafür sind diese Kompaktkameras sehr robust und wasserdicht. Ein Pluspunkt beim Trekking und Wandern!

Man sagt zwar, dass ein gutes Bild zu 10% von der Kamera abhängt und zu 90% von dem Fotografen, aber wenn die Einstellmöglichkeiten fehlen, kann auch der beste Fotograf nicht viel ausrichten. Doch auch auf diesem Gebiet haben die Hersteller mittlerweile aufgerüstet. So kann die oben abgebildete Sony DSC-HX60 mit vielen Funktionen und einer guten Bildqualität überzeugen.

 

Fazit zu Den Kompaktkameras

Wer unbedingt auch bei der Kameraausrüstung leicht unterwegs sein will, sollte sich eine Kompaktkamera kaufen*. Ist das Budget jedoch eng und hat man eine sehr gute Handykamera, kann man auch diese benutzen. Die Akku-Laufzeit und der Funktionsumfang sprechen dann jedoch für die Kompaktkamera.

Meine Empfehlung: Die flexible Sony DSC-HX60 für 241,00€ auf Amazon!

 

 

Spiegelreflexkameras

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Noch erschwinglich? Die Vollformatkamera Canon 80D kostet ca. 1.100€

Ich gehe an dieser Stelle nur auf die Vollformatkameras ein, da sich der Kauf einer Spiegelreflex mit APS-C Sensor nicht mehr lohnt. In so einem Fall, sollte man lieber zu einer modernen Systemkamera* greifen! Diese Verbrauchen zwar mehr , der Gewichtsvorteil ist jedoch enorm. So kann man ohne Probleme 2-3 Akkus mehr mitnehmen und die Qualität ist oftmals identisch.

Wenn Du kein Profi bist, der mit dem Fotografieren seinen Lebensunterhalt verdient, rate ich vom Kauf einer Vollformatkamera ab. Diese haben zwar den größten Sensor, doch sie sind sehr teuer ( 1000-3000€ aufwärts) und sie sind verdammt schwer. Somit sind sie ungeeignet für Wanderungen und ganz besonders für Trekkingtouren.

Der Kauf einer Vollformatkamera ergibt nur Sinn, wenn:

-Der Schwerpunkt deiner Tour unstreitig auf dem Fotografieren liegt.

-Du lange Erfahrung mit dem Fotografieren hast.

-Du im professionellen oder zumindest semi-professionellen Bereich arbeitest.

Meine Empfehlung: Die professionelle Canon 80D für ca. 1.150€ auf Amazon!

 

 

Systemkameras

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Der absolute Bestseller unter den Systemkameras – die Sony Alpha 6000.

Systemkameras bestechen durch ihr Sensorgröße/Kameragröße-Verhältnis. Die Systemkameras sind kleiner als Bridgecams und der Sensor ist meist deutlich größer (APS-C). Eine Systemkamera ist grob gesagt eine Spiegelreflexkamera ohne Spiegel. Dadurch ist sie deutlich leichter und weißt doch eine tolle Qualität auf.

Für diese Kameras gibt es viele Einsatzmöglichkeiten, je nach Situation muss bzw. kann das Objektiv gewechselt werden. Das vergrößert zwar den Einsatzbereich, dafür muss man allerdings mehrere Objektive mitnehmen, was wiederum mehr Gewicht bedeutet. Beim Objektivwechsel muss darauf geachtet werden, dass keine Staub-oder Sandkörner etc. auf den Sensor gelangen. Ich empfehle Dir hier zu einem Allround Objektiv zu greifen, um Gewicht zu sparen.

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Fazit zu den Systemkameras

In Zukunft werden die Systemkameras Bridge- und Spiegelreflexkameras immer stärker verdrängen. Systemkameras sind in der Anschaffung teurer als Bridgekameras, was aber auch der Tatsache geschuldet ist, dass man mehrere Objektive benötigt. Der Stromverbrauch ist ziemlich hoch, so dass man  mehrere Akkus bei sich tragen sollte.

Systemkameras wie die Sony Alpha 6000* weisen mit Abstand das beste Bildqualität/Gewicht Verhältnis auf. Ich werde nun auch von meiner alten Bridgekamera auf eine Systemkamera umsteigen. Klein, leicht, flexibel und eine herausragende Bildqualität – meiner Meinung nach die perfekte Kamera zum Wandern*.

Mein absoluter Favorit: Die beliebte Sony Alpha 6000 für 583,64€ auf Amazon!

 

 

Teil 2: Fotoausrüstung fürs TrekkinG

1. Wie DU die kamera am besten transportierst

Bei kleinen Digitalkameras gibt es hierbei nur selten Probleme. Man kann diese eigentlich überall anbringen, da sie durch ihr geringes Gewicht kaum stören. Anders sieht es aber bei den größeren Modellen aus, hier solltest Du dir gut überlegen, wo Du die Kamera anbringst.

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Hier habe ich meine Kamera befestigt.

Der geeignete Platz hängt zunächst davon ab, welcher Fotografiertyp Du bist. Je öfter Du auf Trekkingtour fotografieren willst, desto schneller erreichbar sollte die Kamera sein. Machst Du also nur alle paar Stunden ein Foto, kannst Du die Kamera getrost in den packen. Bleibst Du aber mehrmals in der Stunde stehen, um zu fotografieren, wird das häufige Absetzen des Rucksacks zur Zerreißprobe für Material und Nerven.

Die Kamera beim Wandern einfach umzuhängen ist auch keine gute Lösung. Die Kamera schlackert dann lose umher und stellt ein Verletzungsrisiko bei Stürzen dar.

 

Lösung 1 – Fototaschen

Als häufiger Fotografierer setze ich beim Trekking auf kleine Fototaschen als Teil meiner Fotoausrüstung. Die Kamera ist vor Verschmutzungen geschützt und es passt noch ein bisschen Equipment mit rein. Die Fototasche montiere ich mir dann so an Hüftgurt und Träger, dass sie fest sitzt und mich nicht an den Armen stört.

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Die Kamera ist so in wenigen Sekunden zur Hand und der Rucksack muss nicht abgesetzt werden. Die Nachteile dieses Systems sind, dass Du das Gewicht auf der anderen Hüftseite ausgleichen musst. Außerdem ist die Kamera nicht gegen Stöße und Wasser gesichert. Solche Taschen sind nur für kleine Kameras geeignet also für Kompaktkameras, Bridgekameras und Systemkameras.

 

Beginnt es zu regnen oder musst Du einen Fluss durchqueren, solltest Du daran denken die Kamera in einen wasserdichten Beutel wie diesen von Tatonka* zu packen.

 

Lösung 2 – KameraClip

Liegt der Schwerpunkt deiner Wanderung oder Trekking Tour eher auf dem Fotografieren so ist ein Kameraclip gegenüber einer Kameratasche eindeutig im Vorteil. Man muss nicht ständig am Reisverschluss herumfummeln und es bedarf keiner abenteuerlichen Befestigungsmethoden. Der Kameraclip wird einfach an deinem Rucksackträger oder an der Hüftflosse befestigt.  Das Gegenstück dazu an deiner Kamera. Eine tolle Ergänzung für deine Fotoausrüstung! Und so funktioniert das ganze:

 

Hier kannst Du den Capture Camera Clip V2 auf Amazon kaufen*

 

2. Was gehört Noch zur Fotoausrüstung beim Trekking?

Zur Grundausrüstung zähle ich die Kamera, eine Tasche, ein kleines Stativ und Reinigungsutensilien.

Mit diesen Gegenständen bist Du für die meisten Situationen gewappnet. Je nachdem, ob Du deinen Schwerpunkt aufs Trekking oder auf das Fotografieren legst, kann man auch mehr bzw. weniger Fotoausrüstung mitnehmen. Zum Beispiel verzichten viele auf ein Stativ, warum es für mich zur Grund-Fotoausrüstung dazugehört, erkläre ich im nächsten Absatz.

 

3. Benötige ich ein Stativ beim Trekking oder Wandern?

Viele verzichten auf ein Stativ als Teil ihrer Fotoausrüstung, weil es wieder zusätzliches Gewicht bedeutet. Damit haben sie auch nicht ganz unrecht, aber ein Stativ erleichtert das Fotografieren meiner Meinung nach so sehr, dass es sich trotzdem lohnt. Zugegeben ich bin auch kein Mitglied der Ultralight Fraktion 🙂

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Das ständige suchen nach einer passenden Aufstellfläche für die Kamera nervt auf Dauer einfach und am Ende ist das Foto dann doch schief. Ein Stativ macht dich unabhängiger von deiner Umgebung. Wenn ich von Stativen spreche, meine ich solche kleinen Stative wie diese hier:

Diese kleinen Stative, lassen sich perfekt an jede Outdoorsituation anpassen. So kann die Kamera auch mal an einer Bank oder einem Ast angebracht werden. Je nach Größe der Kamera, musst Du zu einem größeren Stativmodell greifen.

Wenn Du diese biegsamen Leichtgewichte einmal dabei hattest, wirst Du nie wieder ohne sie zum Trekking aufbrechen.

 

Ein toller Kompromiss zwischen Gewicht und Funktionalität!

 

Meine Empfehlungen:

Für sehr kleine Kameras: Joby GMod Mini Magnetic*

Für Bridge- und Systemkameras: Joby Hybrid Gorillapod*

Für große DSLR-Kameras: Joby GorillaPod GP3-01EN*

 

4. Lohnt sich der Einsatz von Aufsatz Filtern?

Dieses Thema richtet sich eher an fortgeschrittene Anfänger, denn Filter sind nicht Teil einer standardmäßigen Fotoausrüstung.

Pol-Filter

Ein Pol-Filter kann bei richtigem Einsatz unerwünschte Lichtwellen herausfiltern. Das bedeutet in der Praxis: Das Himmelblau wird kräftiger, man kann Spiegelungen von Wasseroberflächen entfernen, Kontraste werden gestärkt, Farben werden satter.

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Von Ralf Roletschek, CC BY-SA 2.0 de. Oben ohne Polfilter und mit Polfilter. Die Spiegelung verschwindet und die Farben werden intensiver.

Ein Polfilter ist also eine wahre Wunderwaffe. Doch wie bei allen Waffen sollte der Umgang geübt sein. Der Filter wird vorne auf die Kamera gesetzt, durch das Drehen des Filters wird der Effekt verstärkt oder abgeschwächt. Wird der Polfilter falsch eingesetzt, kann er ein Foto aber auch drastisch verschlechtern.

Reist Du in wasserreiche Gebiete solltest Du den Umgang mit einem Pol-Filtern lernen.Wie bei einer Polarisationsbrille beim Angeln, kann man mit einem Pol-Filter unter die Wasseroberfläche schauen und einem Fluss oder See auf einem Bild mehr Tiefe geben. Aber bitte nicht übertreiben! Vor allem bei strahlend blauem Himmel kann es schnell passieren, dass eine Art Farboval auf den Bildern zu sehen ist.

 

 

ND- oder Grau-Filter

Will man tagsüber langzeitbelichtet fotografieren, muss man zu einem Grau-Filter greifen. Dieser sorgt dafür, dass weniger Licht in die Linse einfällt. Je nach Stärke des Filters kannst Du so auch bei Sonnenschein bis zu 60 Sekunden belichten, ohne dass das Bild überbelichtet ist.

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by Robert Emperley from Strasbourg, Alsace, France

Dies benötigt man hauptsächlich beim Fotografieren von Wasserfällen bzw. fließenden Gewässern. Mit einer Langzeitbelichtung kann man ihnen einen weichen Look verpassen. Der Kauf eines solche Filters lohnt sich also nur für fortgeschrittene Fotografen.

 

5. Reinigungsutensilien

reinigen-kamera-trekking-wandernBeim Trekking oder Wandern wird deine Kamera Schmutz abbekommen, das lässt sich nicht vermeiden. Es ist daher wichtig die richtigen Reinigungsutensilien dabei zu haben. Persönlich setze ich auf einen Reinigungsstift, einen kleinen Blasebalg und ein Mikrofasertuch. So kann man die Linse von allen Verschmutzungen befreien – egal ob Sandkörner, Wasser oder Matsch. Dieses Reinigungsset bringt nur wenige Gramm auf die Waage und kostet auf Amazon weniger als 20€*. Wenn ich mir überlege wie oft ich das Reinigungsset beim Trekking oder Wandern benutze, kann ich Dir nur zum Kauf raten!

 

 

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Sony Alpha 6000

583,64
Sony Alpha 6000
9.5

Gewicht

9/10

    Bildqualität

    10/10

      Lichtempfindlichkeit

      9/10

        Kameragehäuse

        10/10

          Preis/Leistungsverhätnis

          10/10

            Pros

            • Überragende Bildqualität
            • Sehr leicht und handlich
            • Stabiles Kameragehäuse
            • Full-HD-Videoaufnahmen

            Cons

            • Ladegerät nicht inklusive

            2 Kommentare

            1. In der Kompaktklasse sind noch die Kameras mit 1-Zoll-Sensoren erwähnenswert, welche schon bessere Bilder als die „Standardkompakten“ machen, aber immer noch leichter als Systemkameras sind. Zum Beispiel die RX100 von Sony kann ich empfehlen.
              Übrigens ein schöner Blog mit sehr guten Fotos!
              Gruß, Tilmann

              • trekkingfieber Antworte

                Hallo Tilmann,
                Vielen Dank für den Hinweis! Mit den 1-Zoll Sensor Kameras habe ich mich noch gar nicht beschäftigt. Ein Mittelweg zwischen Kompakter und Systemkamera ist auf jeden Fall eine interessante Idee. Man lernt halt nie aus 😉
                Bei all den technischen Details, die hier genannt werden, darf man aber natürlich die „90% der Fotograf – 10% die Kamera“-Regel nicht vergessen. Man kann tausende Euro für Kameras ausgeben, doch am Ende des Tages muss man damit umgehen können. Klein anfangen, die Möglichkeiten einer Kamera voll ausschöpfen und dann bei Bedarf upgraden ist mMn sehr sinnvoll. 🙂

                Viele Grüße,
                Jannik

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